Frankreich 2013 | Bretagne

Frankreich 2013 | Bretagne

Bretagne | Frankreich 16.06.2013-30.06.2013

Die Sachen sind gepackt, das Wohnmobil bestückt und betankt nun kann es losgehen. In den letzten Tagen war noch etwas Stress. Die kompletten Bremsen der Tandemachse mußten erneuert werden. Die Bremsbeläge von den Tromelbremsen hatten sich gelöst und somit bei einem Rad zu einer Vollbremsung geführt. Zum Glück ist es auf der Autobahnabfahrt Ibbenbüren passiert und wir konnten alles schnell wieder in Ordnung bringen.
Dann habe ich noch „Tire Moni“ installiert. Tire Moni ist ein Reifendruckkontrollsystem, welches permanent den Druck und die Temperatur im Reifen mist. Am Cockpit ist ein kleiner Bildschirm, wo nun alle Daten abgelesen werden können. Unser Plattfuss in Spanien hat uns zu diesem Kauf inspiriert. So kann zwar immer noch ein Nagel eingefahren werden, aber wir werden bei Druckverlust umgehend gewarnt und können so einen Reifenplatzer vermeiden.

Freitag in der Früh ist der Start. Die Tour führt uns erst gute 300 Kilometer Richtung Wiesbaden. Dort besuchen wir von unserer Firma aus die jährliche Jahreshauptversammlung unseres Einkaufsverbundes.
Am Sonntag soll uns dann aber nichts mehr im Wege stehen für unser Ziel Frankreich, oder besser gesagt: BRETAGNE! Wir kommen………………

Der Startschuss fällt um 8,00. Früh sind wir aus den Betten gefallen. Was bei Maike doch ein wenig überraschte, denn sie hatte eine anstrengende Nachtschichtwoche im Krankenhaus hinter sich.
Alle Vorbereitungen hatten wir bis Donnerstag abgeschlossen. Somit konnten wir direkt losdüsen. Mit bester Laune und reichlich Sonnenschein befuhren wir die A1. Freitag und die Autobahn A1 sind eigentlich zwei Dinge, die man nicht machen sollte. Aber wir hatten keine andere Möglichkeit und waren angenehm überrascht, daß es relativ entspannt voran ging.

Eigentlich würden wir ja über Holland und Belgien nach Frankreich einreisen, aber eine firmliche Veranstaltung zwang uns dazu, den Umweg über Wiesbaden zu fahren. Wie wir später noch erfahren mußten, auch einen sehr kostspieligen Umweg, aber dazu später mehr.
Wir kamen gut voran und waren am frühen Nachmittag in Wiesbaden angekommen.
Wir steuerten den Stellplatz am Kallebad an. Im Internet sah er nicht wirklich einladend aus, aber es sollte ja nur für eine Zwischenstopp sein. Umso positiver überrascht waren wir, daß es hier eigentlich ganz nett aussah. Wir suchten uns einen schönen Platz aus und beschlossen, die Stühle aus dem Womo zu holen und ein wenig Sonne einzufangen. 

Da wir uns mit Freunden in der City von Wiesbaden verabredet hatten, mußten wir um 16,00 unser sonniges Plätzchen räumen und sind mit dem Bus in die Stadt. Die Buslinie liegt sehr günstig und der Bus hält ca. 50m entfernt vom Stellplatz aus alle zehn Minuten.

Wiebaden ist ganz schön. Sehr viel haben wir leider nicht gesehen, aber das was wir sahen, gefiel uns. 
Wir bummelten durch die Gassen und schon bald sahe wir die anderen am Ratskeller sitzen. Hier wurde leckeres Andechser Weissbier gezapft und das war genaus das, wo wir nun Durst drauf hatten.
Nach einiger Zeit zog es und zum Dorint Hotel, wo am nächsten Tag die Versanstaltung stattfinden sollte. An disem Abend lud dei Firma Continental zum Grillen udn wir kamen der Einladung gerne nach. 
Gegen Mitternacht fuhren wir dann mit dem Taxi zum Womo und schliefen seelig ein.

Wiesbaden – Piney/Frankreich 520KM

Frankreich Nach einer sehr schlechten Nacht im Dorint Hotel sind wir Morgens schon sehr zeitig aufgestanden. Es juckte in den Fingern, endlich mit dem Urlaub, endlich mit Frankreich zu starten.
Wir waren fast die Ersten beim Frühstück und die Ersten beim Aus-Checken. Wieder einmal haben wir festgestellt, daß Hotelzimmer nichts mehr für uns sind.
Mit dem Taxi ging es zum Stellplatz und dann Richtung Autobahn. Wir rollten Richtung Saarbrücken und waren happy, daß nun alle Hebel auf Urlaub umgelegt wurden.

Wir waren schon ein wenig unterwegs und hatten die Grenze überfahren, da wartete die Mautstelle auf uns. Artig zogen wir unser Ticket und weiter ging es. Da unser Flairchen ein wenig mehr wiegt und wir drei Achsen besitzen, dürfen wir auch immer schön blechen. Eingestuft in der Klasse VIER ist der Unterschied zu einem zweiachsigen 3,5t Womo doch schon sehr beachtlich. Aber was soll`s….. dran ändern können wir nix und wir wollten ja schnellst möglich in der Bretagne ankommen. Entspannt ging es am Sonntagmorgen auf einer wenig befahrenen Autobahn vorwärts. Flärchen und der Tempomat taten ihren Dienst und ich musste nur das Lenkrad halten. Kilometer für Kilometer kamen wir Piney näher. Wir wählten Piney, nicht weil es so toll ist, oder weil man hier so super steht, nein, sondern ausschließlich weil es auf halber Strecke nach La-Rochelle liegt.
Insgesamt 550 Kilometer sind es von Wiesbaden aus bis nach Piney. Davon befuhren wir 210 Kilometer Mautstrassen. Der Spaß kostete  bei der Sanef € 48,40. Was einen Betrag von ca 0,23€ pro Kilometer entspricht. Dieses war zum Vergleich zur Cofiroute noch recht human. Die knöpften uns auf den nächsten Abschnitten satte 38 Cent pro Kilomter ab. „alla boneur“ kann man da nur sagen.

Piney- La Rochelle 550KM

Zeitig ging aus den Federn. Heute wollen wir es bis La Rochelle schaffen. Es sollen laut Navi gute 550Km sein. Leider auch wieder einiges auf Mautstrassen. Wir verstauten nach dem Frühstück sämtliche Sachen und entsorgten schnell. Der Tank war nach guten 1000 Kilometer fast leer und wir suchten im Ort nach einer Tanke. Nachdem auch das Kapitel erledigt hatten, ging es erst 25 Kilometer über Landstrassen, bis wir die Autobahn erreichten. Wie immer zogen wir artig unser Ticket und fuhren mit entspannten 95km/h La-Rochelle entgegen.
Nach 293 Kilometer mußten wir die Autobahn wechseln und brav zahlen. Machte genau € 112 Euro. Wir waren schon etwas verärgert und dachten nur, wie gut wir es doch in Deutschland ( noch ) haben. Sicherlich sind die Autobahnen hier eutlich besser und es gibt eigentlich nie Staus, aber daß zu einem solchen Preis? Naja, wir konnten nichts ändern und zogen erneut ein Ticket. Wir hofften unser Letztes auf der Hinfahrt.
Nach weiteren 176 Kilometern hatten wir es geschafft und waren weitere € 57,- los. Macht unterm Strich für uns satte 217,40 €. 
Nachdem wir gezahlt hatten, warteten wir noch einen kleinen Augenblick an der Zahlstelle. Eigentlich müßte jetzt jemand mit einem Präsentkorb kommen, dachten wir, aber niemand erschien.    
Unbeirrt setzten wir unsere Reise nach La-Rochelle fort. Gute vierzig Kilometer Landstrasse trennten uns nun noch.
Leider wurde der Himmel immer grauer und es zogen dicke Wolken auf. La-Rochelle begrüßte uns mit Regen. 
Wir steuerten den Stellplatz an und suchten uns ein Plätzchen. Nun fing es richtig an zu regnen und wir beschlossen heute Abend im Flairchen zu bleiben.

Leider ist es die Nacht nicht besser geworden mit dem Regen, aber wir wollten uns unbedingt La-Rochelle ansehen. Mir Schirm bewaffnet ging es Richtung Altstadt. Der Fußmarsch dauert ca. 15 Minuten und man hat sein Ziel erreicht. Wie es häufig so ist, steht und fällt der erste Eindruck mit dem Wetter. Bei Sonnenschein sieht vieles wesentlich schöner aus und auch das Schlendern macht deutlich mehr Spaß. Aber auch bei Regen kann man sich sehr gut vorstellen, was hier in den Sommermonaten in den Gassen los ist. Überall schöne Cafe`s und Bar`s. Dazwischen immer wieder kleine Boutiquen und andere Einkaufsmöglichkeiten. Da das Wetter noch immer nicht zum Verweilen einlud, beschlossen wir, den Rückweg anzutreten.

Schnell huschte Maike noch in eine Bäckerei und kaufte uns zwei Baguette. Somit war für unterwegs Proviant an Bord. Als nächstes Ziel gaben wir La Tranche sur Mer in unser Navi. Wir waren gespannt, was uns hier erwarten würde.

La-Rochelle – La Tranche Sur Mer | ca. 70 Kilometer

Weiter ging es…..leider noch immer Regen. Unterwegs gab es nicht viel zu sehen, so daß wir direkt La Tranche sur Mer ansteuerten. Der Platz soll uns nur als Zwischenziel nutzen. Er verfügt über nichts. Keine V/E oder ähnliches. Da wir das wußten, wurde alles noch in La-Rochelle erledigt. Übrigend für Null Euro. Selbst das Frischwasser war gratis.

Hier noch einige Eckdaten zum Platz, denn mehr gibt es nicht zu schreiben. Aufgrund des Regens machten wir einen Womotag. Nur einmal sind wir kurz zum Meer gegangen, da der Platz direkt am Wasser liegt ( nur leider ohne Aussicht ). Gebührenpflichtiger ( nur Juli+August kostet er, sonst frei ) Stellplatz für 10 Mobile in der Nähe des Leuchtturm. Reservierter Teil­bereich eines Parkplatzes. ­Ebener, geschotterter Untergrund, kein Schatten. Nur 3 Fußminuten zum Strand. Ganzjährig nutzbar.

La Trancher sur Mer – Piriac sur Mer 170KM

Der Regen hatte uns leider die letzte Nacht verlassen und so starten wir sehr zeitig mit Flairchen in einen neuen Tag. Das Ziel ist heute Piriac sur Mer. Dort soll es mehrer Stellplätze und einen schönen Campingplatz geben. Wir steuern eine Empfehlung eines Mitgliedes aus dem NBEC ( Niesmann & Bischoff Eigner Club ) an. Wir schlängeln uns so gute 170 Kilometer über Landstrassen, bis wir Piriac erreichen. Die Fahrt war abermals recht Höhepunktearm. Aber nun sind wir guter Dinge, denn nun beginnt endlich die Bretagne.

Das Wetter wurde deutlich schöner und die Sonne kam hervor. So langsam verzogen sich sämtliche Wolken, so daß uns der blaue Himmel anlachte.
Wir nutzen noch schnell die Möglichkeit unser tägliches Baguette und diverse andere Sachen zu kaufen und  parkten unser Womo auf eine Parkplatz im Zentrum von Piriac.

So, wir erreichten unser Nachtlager und waren angenehm überrascht. Der Platz war zwar keine Schönheit, aber er lag direkt am Meer und man hatte die komplette Versorgung Vorort.
Als erstes gab es eine Stärkung und dann ging es ab aufs Rad. Gute drei Kilometer waren es bis in den Ort. Auf den Strassen konnten man dank des geringen PKW-Verkehr gut fahren.
Zum ersten Mal entdeckten wir den Reiz der Bretagne. Tolle schnuckelige Häuser, der Blick auf das Wasser und eine sehr reizvolle Umgebung. So gefiel uns Frankreich – so gefiel uns die Bretagne.
Im Zentrum angekommen stellten wir die Räder zur Seite und erkundeten Piriac zu Fuß. 

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