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Nun haben wir uns schon ein kleines Stück nach Norden vorgearbeitet. Wir sind unterhalb des Vätternsees bei dem kleinen Ort Bottnaryd und haben einen fantastischen kostenlosen Platz gefunden. Hier werden wir auch noch morgen bleiben und den Grill anwerfen. Das Wetter wird zwar etwas abwechslungsreicher, aber es haut noch hin. Auf etwas wechselhaftes Wetter, je nördlicher es wird, hatten wir uns ja schon vor der Fahrt eingestellt

Unserer erstes Mal - Schweden mit dem Wohnmobil vom 04.06.2019 - 26.06.2019



Gestartet sind wir am Dienstag und hatten unseren ersten Halt bei Oldenburg in Holstein. Hier befindet sich ein großer gemischter Parkplatz am Wallmuseum, den man hervorragend für den Zwischenstopp nutzen kann. Fußläufig erreicht man die Innenstadt, die allerdings nicht wirklich viel zu bieten hat. Aber nach einer 400 Kilometertour, ist es sehr erholsam einige Meter zu laufen und sich zu bewegen.
Ganz in Platznähe befindet sich das kleine Restaurant „Refklektorium“. Draußen auf der Terrasse saß man richtig klasse mit Blick in die Natur.
Auch das Essen war spitze und preiswert, wie wir fanden.
Am nächsten Morgen ging es los Richtung Fähre Puttgarden. Für uns das erste Mal und wir waren schon ein wenig aufgeregt. Als wir am Kassenhäuschen ankamen legte es sich mit der Aufregung und wurde getauscht gegen Entsetzen. Schlappe 253,00 mußten wir für das Kombiticket Puttgarden und später Helsingborg lönen. Ein ganz schöner Schluck aus der Pulle.


Dafür hat alles astrein geklappt mit der Überfahrt. Nach gut 45min legten wir in Rodby an. Die Jungs im Hafen haben wirklich alles voll im Griff. Kurze Handbewegungen und zack machten alle, was sie wollten. (Kenne ich sonst nur von meiner Frau ��. )
Weitere 200 Kilometer ging es dann durch Dänemark, bis wir im Hafen von Helsingor eintrafen. Unfassbar flott standen wir auf der Fähre. Auch hier wieder perfektes Einweisen. Auf dieser Fähre besteht die Möglichkeit, im Fahrzeug sitzen zu bleiben, was wir auch taten. Wir bemerkten noch nicht einmal, daß wir losfuhren und zack waren wir auf der anderen Seite. Helsingborg in Schweden. Hier sollte auch unsere zweite Übernachtung stattfinden. Es gibt einen großen kostenlosen Platz etwas außerhalb von Hafen. Dieser Platz wurde aber erst kürzlich komplett neu geteert und war noch kräftig am ausdünsten. Ein schrecklicher Gestank, der aber so manchen Womofahrer nicht davon abhielt, sich trotzdem dorthin zu stellen.
Wir entschieden uns für den Platz im kleinen Bootshafen. Mit etwas Glück ergatterten wir einen Randplatz und standen richtig gut. Stühlchen raus und erstmal ein kühles Weizen in die Kehle. Später machten wir noch eine Runde durch den Hafen und es gefiel uns richtig gut. Wir in Schweden – 28 Grad – blauer Himmel und das Meer vor der Nase.

Ein richtig schöne Nacht verbrachten wir auf dem Stellplatz „Persköps“. Ca. vierzig Mobile finden hier Platz. Die Stellflächen sind sehr großzügig angelegt, so daß keiner Beklemmungen bekommen muß. Ein schöner See ist das Highlight. Wenn man die Chance bekommt in der ersten Reihe stehen zu können, hat man einen klasse Blick auf ihn. Wir hatten leider nicht das notwendige Glück, da ein schwedischer Feiertag war und der Platz somit fast ausgebucht. Aber wirklich nicht schlimm, denn auch in den hinteren Regionen steht man prima.
Nun haben wir uns schon ein kleines Stück nach Norden vorgearbeitet. Wir sind unterhalb des Vätternsees bei dem kleinen Ort Bottnaryd und haben einen fantastischen kostenlosen Platz gefunden. Hier werden wir auch noch morgen bleiben und den Grill anwerfen. Das Wetter wird zwar etwas abwechslungsreicher, aber es haut noch hin. Auf etwas wechselhaftes Wetter, je nördlicher es wird, hatten wir uns ja schon vor der Fahrt eingestellt.

… wir sind schon ein gutes Stück gen Norden voran gekommen und haben die letzten zwei Tage etwas unterhalb von Mora bei dem kleinen Örtchen Äppelbo auf zwei verschiedenen Plätzen verbracht. Der Eine war zwar etwas nah gelegen an einer Straße, aber das macht hier wenig. Der Verkehr ist sehr überschaubar und findet Nachts eigentlich gar nicht mehr statt.
Dafür war der Platz so etwas von liebevoll hergerichtet, daß man sich gleich sauwohl gefühlt hat. Eine Grill- bzw. Feuerstelle – Sitzgelegenheiten, sehr gepflegt und der Rasen auf 3mm kurz geschnitten. Nebendran fließt ein breiter Naturfluss entspannt vor sich hin an dem man es sicht gerne bequem machen möchte. Dazu blauer Himmel und gute 25 Grad. Klasse…..so haben wir es uns vorgestellt….so kann es weitergehen…..

Nach einer entspannten Nacht beschlossen wir eine kleine Radtour zu unternehmen. Fahrradfahren ist durchaus möglich hier, allerdings sucht man so tolle Fahrradrouten wie in Deutschland oder Holland vergebens. Man nutzt da mehr die kleineren Nebenstraßen, die so gut wie gar nicht von PKW`s befahren werden. Nach guten fünf Kilometern kamen wir an einem weiteren Feuerplatz an. Unfassbar klasse in der Natur gelegen und wieder direkt an diesem schönen Fluss. Er macht hier eine 180° Grad Kurve, so ähnlich wie die Saarschleife, nur halt zwei Nummern kleiner.
So sehr uns der Platz 1 gefiel, auf dem wir jetzt standen, kickte der hier noch ein wenig mehr. Wir beschlossen umzukehren um das Womo zu holen.
Nach gut einer halben Stunde bezogen wir das neue Quartier. Wieder ganz alleine…alles für uns . Maike erkundet den Platz, solange ich den Phoenix „parkte“ und ausrichtete. Plötzlich fing sie fürchterlich laut an zu kichern und rief „ich müsse mir das unbedingt anschauen“. Sie inspizierte das dortige Toilettenhäuschen und war völlig baff.
So etwas von totenschick das Teil (siehe Bilder) und alles ganz neu. Die Schweden bauen einfach für die Allgemeinheit so tolle Plätze mit so fantastischen Toiletten. Wäre bei uns in Deutschland fast undenkbar. Nach spätestens zwei Wochen wäre bei uns das Häuschen besprüht und von innen demoliert von irgendwelchen Jugendlichen, die gerade „Frust“ abbauen müssen.
Auch der Platz rundum alles pikobello. Hier liegt nichts rum, keine Dosen oder Müll in den Büschen. Sogar kleine Spieße für Stockbrot oder Ähnlichem hängen hier an extra dafür angebrachten Brettern. Das muss man den Schweden schon lassen, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, daß haben die hier voll drauf. Urgemütlich hier. Wir machten es uns in unseren Stühlen bequem und genossen die Aussicht und die Ruhe. Gegen Abend (ca. 23:00) dann noch eine weiteres Highlight. Ein Sonnenuntergang, den man in natura gesehen haben sollte. Blutrot und alle fünf Minuten wurde es schöner. Es ist schon Wahnsinn, wie lange der Sonnenuntergang hier Sommer dauert. In Spaniern oder Portugal gehst du gerade mal kurz ins Womo um ein neues Weizen zu holen, kommst raus du zack……Sonnenuntergang verpaßt!
Aber wir müssen zugeben, wir sind durch die langen hellen Tage auch ein wenig durcheinander. Morgens kurz vor Vier ist es fast schon taghell. Bis die Sonne unter gegangen ist und der Himmel wirklich dunkel, ist es meist Mitternacht. Bald ist ja Mittsommer und somit die kürzeste Nacht. Wir sind schon etwas neugierig, wie die Schweden das feiern.
Wir haben nun für uns den nördlichsten Punkt auf dieser Schwedentour erreicht. Ab morgen zieht es uns wieder leicht nach unten mit Richtung Ostküste. Wir wollen in zwei/drei Tagen etwas unterhalb von Stockholm auskommen. Morgen haben wir Regenwetter und deshalb nutzen wir den Tag als Fahrtag für eine große Kilometerrutsche. Mal sehen, wo wir landen werden.


In Appelbö hat es uns wirklich mehr als gut gefallen. Viele Seen/Flüsse , dazu eine schmale Besiedelung und einsame Plätze. Hier kommen wir gerne wieder zurück.

Doch leider sagte der Wetterbericht für die kommenden Tage ehr unbeständiges Wetter voraus,
und so beschlossen wir, unsere Tour gen Osten anzutreten.
Knapp 450 Kilometer waren zu fahren und wir hatten einen Zwischenstopp nach 300 Kilometern eingeplant. Dieser Zwischenhalt ist auch nicht der Rede wert. Es war halt ein Platz zum Ankommen und Übernachten. Nicht mehr und nicht weniger…. Am nächsten Morgen weiter mit dem Ziel Rimforsa. Es war eine gemütliche Fahrt über gut ausgebauten Straßen und wir kamen zeitig an. Das letzte Wohnmobil verließ bei unserer Ankunft gerade den Stellplatz und wir hatten freie Auswahl.
Es war sehr warm und die Sonne knallte.
Maike erkundete die Ufergegend, solange ich mit dem Aufbau der Stühle etc. beschäftigt war. Als sie wiederkam zog sie sich schnell den Badeanzug an und schwupps, war sie im See verschwunden.
Da der Platz super für uns war und das Wochenende vor der Tür stand, beschlossen wir, zwei/drei Tage hier zu bleiben. Im nahe gelegenen Supermarkt deckten wir uns mit dem Wichtigsten ein. Grillfleisch stand ganz ober auf der Liste und davon hatten sie genügend.
Die Tage verbrachten wir mit Faulenzen und Fahrradfahren (Maike auch sehr häufig mit schwimmen).

Die Insel Öland / Oder auch das Sylt von Schweden genannt!

Nach einer sehr schönen Zeit in Rimforsa ging es am Montag Richtung der Insel Öland weiter.
Die Fahrt war entspannt wir so oft in Schweden und wir hatten bestes Wetter. So macht das Wohnmobilleben Spaß.
Am frühen Nachmittag kamen wir an. Wir fuhren über die Brücke ( ca. 6,5 Kilometer), die das Festland mit der Insel verbindet. Wir wollten erstmal ein wenig die Inselroute fahren um dann zu entscheiden, wo das Nachquartier bezogen werden sollte. Bei dem, was wir so gesehen haben, gefiel es uns sehr gut hier. Nach 35 Kilometern entdeckten wir einen Platz, der für uns zu passen schien.
Degerhamn hieß das kleine Örtchen mit einem etwas vernachlässigten Bootshafen. Aber dieses etwas Vernachlässigte, hatte auch irgendwie eine bestimmt Ausstrahlung. Uns gefiel es sehr gut und wir erkundeten per Fuß die Umgebung. Auf einmal war der Ausblick gar nicht mehr lieblich. Hinter einer alten Bootshalle stand in kleiner Entfernung eine große Zementfabrik. Zum Glück für uns wurde sie vor einigen Jahren stillgelegt. Jedoch für die Anwohner war das eine große Katastrophe, weil dadurch viele ihren Job verloren hatten, wie wir später erfahren sollten.
Da unser Phoenix auf der anderen Seite der Halle stand, beeinflusste es uns nicht an unserer Sicht und für die Stilllegung konnten wir ja schließlich nix.